Ö1

Journal-Panorama

KreuzfahrtschiffeEine Reportage zum harten Arbeitsalltag auf Kreuzfahrtschiffen; Gestaltung: Charlotte Horn Kreuzfahrtschiffe, die oft gigantischen, schwimmenden Luxushotels gleichen, werden bei Urlaubern immer beliebter; kein anderer Tourismuszweig wächst so schnell, unter anderem deswegen, weil diese Urlaube immer billiger werden: Eine Woche Mittelmeer bekommt man schon für ein paar hundert Euro. Gleichzeitig wird die Kritik an der Branche immer lauter. Die Umweltbelastung durch die Schiffe sei enorm, die sozialen Diskrepanzen himmelschreiend; während sich die einen auf dem Oberdeck sonnen, schuftet das Personal oft für Hungerlöhne. Die meisten Mitarbeiter/innen kommen aus Niedriglohnländern wie Indonesien, Indien oder den Philippinen.
Mittwoch 18:25 Uhr

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Deutschlandfunk Kultur

Weltzeit

Lithium BolivienModeration: Ellen Häring Lithium in Bolivien Die Gier nach dem weißen Gold Von Karl Ludolf Hübener Bolivien war in seiner Geschichte fast immer nur Exporteur von Rohstoffen. Das soll sich nun ändern. Unter dem Salzsee Salar de Uyuni schlummert ein riesiges Lithiumvorkommen, auf das die Welt giert. Denn Lithium wird gebraucht, um die Ladedauer von Batterien zu optimieren, also ganz dringend zum Beispiel für E-Autos. Bolivien sieht seine Chance gekommen, den Rohstoff selbst zu industrialisieren und damit den Mehrwert im Land zu behalten. Aber es fehlt das Know How. Die Regierung von Evo Morales stellt Forderungen an potentielle Partner, die manche vor den Kopf stoßen. Den Zuschlag hat nicht etwa ein chinesisches, sondern ein deutsches Unternehmen bekommen.
Mittwoch 18:30 Uhr

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Ö1

Dimensionen

MeucciZum 130. Todestag von Antonio Meucci Von Ilse Huber Die Geschichte großer Erfindungen ist häufig von Patentstreitigkeiten begleitet. Ein berühmtes Beispiel ist das Telefon. Der Schauplatz sind die Vereinigten Staaten, die Protagonisten zwei Männer aus Europa: Der Schotte Graham Bell und der Italiener Antonio Meucci. Bis zum Jahr 1872 hatten die beiden nichts miteinander zu tun, danach umso mehr. Der Grund war die Patentanmeldung eines "Sprechenden Telegraphen" - mit schlechtem Ausgang für den Italiener. Während Meucci am 18. Oktober 1889 völlig verarmt starb, heimste Bell Lorbeeren und Geld für eine Erfindung ein, die vermutlich gar nicht die seine gewesen war. Erst 2002 rehabilitierten die amerikanischen Abgeordneten den Italiener mit einer Resolution.
Mittwoch 19:05 Uhr

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Deutschlandfunk Kultur

Zeitfragen. Feature

Willy BrandtMehr Demokratie wagen Eine Vision und was daraus geworden ist Von Matthias Greffrath "Wir wollen mehr Demokratie wagen", sagte Bundeskanzler Willy Brandt in seiner Regierungserklärung am 28. Oktober 1969. Ein großes Wort.
Mittwoch 19:30 Uhr

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NDR kultur

Hörspiel

Susanne Sachsse30 Jahre Mauerfall - Original Sin. Der Gang der Frau im Sozialismus Von Susanne Sachsse Komposition: XIU XIU Musik eingespielt von Angela Seo und Jamie Stewart Regie: Susanne Sachsse Mit Susanne Sachsse, Kathrin Angerer, Silvia Rieger, Lientje Fischhold, Margarita Broich, Vaginal Davis, Marc Siegel, Achim Buch, Richard Gabriel Gersch, Senold Senturk, Martin Siemann, Achmed Konstantin Bürger, Gotthard Lange und Jamie Stewart NDR 2019, Ursendung Eine wahre Geschichte: Während die DDR ihre antifaschistische Schutzmauer um Berlin errichtet, gelingt es Luise Brand, ein majestätisches Haus in Übermasstedt, einem Dorf in Thüringen, zu bauen, in dem sie mit ihrem älteren Ehemann, ihrem jüngeren Liebhaber, zwei Töchtern und zwei Hunden zusammenlebt. Die Schauspielerin Susanne Sachsse verwandelt die Geschichte ihrer konfliktbeladenen Bewunderung für ihre Großmutter Luise Brand in eine Hörspiel-Roadmovie-Konzert-Revue.
Mittwoch 20:00 Uhr

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Deutschlandfunk

Querköpfe

Sven KemmlerKabarett, Comedy & schräge Lieder Der Kabarettist Sven Kemmler Der amtierende Außenminister des Kabaretts Von Roland Söker Bevor Sven Kemmler sich selbst auf die Bühne wagte, war er schon lange Co-Autor des Comedian Michael Mittermeier. Im Vergleich dazu waren dann seine eigenen Programme wie ,MoralCarpaccio" und ,Die 36 Kammern der Nutzlosigkeit" nicht immer auf die schnelle Pointe aus. Aus den philosophischen Betrachtungen ragte aber schon früh sein Talent heraus, skurrile Typen mit seltsamen Dialekten zu verkörpern, zum Beispiel einen japanischen Auftragskiller, der deutsche Märchen rezitiert. Aus diesem Talent erwuchs Sven Kemmlers wahre Berufung. Seither nimmt er sein Publikum mit auf die Reise, die Innenansichten seltsamer Völker zu erkunden. In ,Englischstunde" geht es um britische und anglo-amerikanische Eigenarten und in seinem jüngsten Programm ,Die neue Mitte" macht er sich augenzwinkernd auf den Weg, China zu verstehen. Der Außenminister des Kabaretts
Mittwoch 21:05 Uhr

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NDR Blue

NDR Blue In Concert

LA SalamiDas tägliche Radiokonzert - Heute mit L.A. Salami Lookman Adekunle Salami alias L.A. Salami ist einer der spannendsten britischen Musiker der letzten Jahre: 2012 war der Londoner schon mit Lianne La Havas auf Tour, 2016 gab es das Debütalbum, 2018 folgte der großartige Nachfolger "The City Of Bootmakers". Folk, Rock, Blues - diese Genres vermischt er in seinem ganz eigenen Sound, garniert mit tiefgründigen Texten. Auch live ist der Mann sehr zu empfehlen: Wir haben für Sie das Konzert von L.A. Salami beim Puls Festival 2018.
Mittwoch 21:05 Uhr

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MDR KULTUR

Das zerbrochene Haus - Eine Jugend im Dritten Reich

horst krügerVon Horst Krüger Die Generation derer, die Zuschauer, Mitspieler, Gegenspieler - auf jeden Fall Zeitgenossen Adolf Hitlers waren, beginnen sich zu lichten. Der Zeitpunkt ist absehbar, wo es authentische Zeugen jener zwölf Jahre kaum noch geben wird. Wie war das damals wirklich. Horst Krüger hat mit seiner Berlin-Erinnerung "Das zerbrochene Haus" eine mustergültige Antwort gegeben. Hier wird nicht, wie landesüblich, Vergangenheit "bewältigt". Nichts wird verharmlost, nichts nachträglich dämonisiert. Horst Krügers Rückblick auf seine Jugend in Deutschland ist im Sinne von Hannah Arendt ein Traktat über die Banalität des Bösen. Sein autobiographischer Roman ist zugleich Bekenntnis und scharfsichtige Analyse des verführten deutschen Kleinbürgertums. Horst Krüger, der sich selbst als "typischen Sohn jener harmlosen Deutschen, die niemals Nazis waren und ohne die die Nazis ihr Werk nie hätten tun können" charakterisiert, zieht Bilanz, weil er wissen möchte, "wie das damals war unter Hitler". Sein Roman ist ein zeitloses, ein gültiges Buch, das von ihm selbst gelesen einen ganz besonderen Sog entwickelt, dem man sich nicht entziehen kann. Horst Krüger geboren am 17. September 1919 in Magdeburg, war ein deutscher Kulturjournalist und Schriftsteller. Seine Texte trug er regelmäßig selbst im Rundfunk in dem nach ihm benannten Krüger-Sound vor: ein lyrisches Parlando, das auf jegliche Satzzeichen vollständig verzichtete. Krüger, dessen Wohnung besonders während der Buchmesse ein beliebter Autoren-Treffpunkt war, starb am 21. Oktober 1999 in Frankfurt am Main. Regie: Klaus Lindemann Produktion: SFB 1983 Sprecher: Horst Krüger (58 Min.)
Mittwoch 22:00 Uhr

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SWR2

SWR2 Feature

südafrikaEnde des Regenbogens? Südafrika am Scheideweg Von Birgit Morgenrath (Produktion: WDR/DLF 2019) Das Land am Kap, zweitgrößte Wirtschaftsmacht auf dem Kontinent, befindet sich in der schwersten Krise seit dem Ende der Apartheid. Das hat sich auch nach den Wahlen im Mai nicht geändert. Mandelas Traum einer Regenbogengesellschaft scheint ausgeträumt. Durch Korruption und Vetternwirtschaft hat der ANC stark an Glaubwürdigkeit verloren und sich bei Kämpfen um staatliche Pfründe in zahlreiche Verbrechen verstrickt. Die Proteste nehmen zu. In den Townships warten zahllose Selbsthilfeinitiativen nicht länger auf politische Taten und fordern vehement soziale Verbesserungen und eine gerechte Gesellschaft.
Mittwoch 22:03 Uhr

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Deutschlandfunk Kultur

Hörspiel

lothar trolleEin Vormittag in der Freiheit oder Sie gestatten, Lehmann vorn mit L wie Lenin Von Lothar Trolle Regie: Karlheinz Liefers Mit: Kurt Böwe Ton: Wolfgang Masthoff Produktion: Funkhaus Berlin 1991 Länge: 48"37 Der arbeitslose Kombinatsdirektor Lehmann stürzt sich auf sein Leben, das eng mit dem untergegangenen Staat verknüpft war. Er ist wütend und trotzig, beschwört Thälmanns Martyrium, seine FDJ-Vergangenheit, sein angestrengtes Leben. Anschließend: Jetzt wird der Schluss gemacht Lothar Trolles Generationsstück "Ein Vormittag in der Freiheit oder Sie gestatten, Lehmann vorn mit L wie Lenin" Von Ines Geipel Produktion: Deutschlandfunk Kultur 2019 Länge: ca. 7"30 Seit sechs Wochen ist Kombinatsdirektor Lehmann arbeitslos. Wie soll er die Zeit bis zum Mittag verbringen, außer zwischen Schrankwand, Tisch und Sesseln hin und her zu wandern? Lehmann stürzt sich auf sein Leben, das eng mit dem untergegangenen Staat verknüpft war. Er ist wütend und trotzig, beschwört Thälmanns Martyrium, seine FDJ-Vergangenheit, sein angestrengtes Leben, um in einem furiosen absurden Theater, das er sich selbst bereitet, vor den Nachbarn auf den Knien rutschend um Verzeihung für seinen Einsatz in der DDR zu winseln. Lothar Trolle, geboren 1944 in Brücken, schreibt Prosa, Theaterstücke und Hörspiele. Von 1994-1999 war er Hausautor am Berliner Ensemble. Zahlreiche Hörspiele: "Epitaph für Sally Epstein" (RBB/Deutschlandradio Kultur 2017), "Judith" (Dlf/HR 2013), "Stern über Marzahn" (Deutschlandfunk/HR 2007), "Sie zu dritt unter einem Apfelbaum", "Annas zweite Erschaffung der Welt oder Die 81 Minuten des Fräulein A." (SDR/DLR Berlin 1997, Hörspielpreis der Akademie der Künste 1998) und "Gott flaniert" (Deutschlandfunk/DRS 1997). Ein Vormittag in der Freiheit
Mittwoch 22:03 Uhr

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BR-Klassik

Jazztime

jamie cullumJazz aus Nürnberg: Mostly Vocal "Mann, Mann, Mann!" Mit Aufnahmen von Paolo Conte, Jamie Cullum, Johnny Hartman und anderen Moderation und Auswahl: Beatrix Gillmann Diese Stimme - warm, samtweich, reich im Ausdruck und an Klangfarben: Der Sänger Johnny Hartman kam 1923 in Chicago zur Welt; 1983 starb er in New York. Eine besondere Expressivität entwickelte er, wenn er Balladen sang; Hartman zelebrierte die Langsamkeit. Die Geschichte eines Songs schilderte er eindringlich; gleichzeitig brachte er seine Botschaft schnörkellos rüber. Der emotionalen Tiefe von Songs nachzuspüren, darin ist auch der 1971 in Kalifornien geborene Gregory Porter stark. Mit seiner samtig-eleganten Baritonstimme zaubert er Gänsehautmomente. Eine tiefe Stimmlage animiert zum Hinhören, sei es bei einem gesungenen Text oder einem, der vorgelesen wird. Anders vom Timbre her, sanfter und sonor, aber auf jeden Fall eine Stimme, die berührt, hat der brasilianische Sänger und Gitarrist Caetano Veloso. Ende der 1960er Jahre nahm der damals 25-Jährige Henri Salvadors "Dans mon île" auf. Ein schlichter Zauber geht heute noch von dieser wunderbaren Einspielung aus. Unter den Sängern aus der jüngeren Generation zählt der 40-jährige Brite Jamie Cullum zu den aktuellen Stars. In dieser Mostly vocal-Ausgabe ist er mit einem Mitschnitt des Bayerischen Rundfunks von der 50. Internationalen Jazzwoche Burghausen 2019 dabei. "Mann, Mann, Mann!" - zu einer reinen Männerrunde, aber aus weiblicher Sicht, lädt Sie Beatrix Gillmann in der Stunde vor Mitternacht ein.
Mittwoch 23:05 Uhr

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